No products in the cart.

Menu
Home / Allgemein / Eine Geojacket aus Honeycomb Knit

Eine Geojacket aus Honeycomb Knit

Hej!

Darf ich vorstellen?

Honeycombjacket! 😉

Eine Geojacket aus unserem traumhaften Honeycomb Knit in grey.

Ich freue mich so sehr über dieses neue, wunderschöne Einzelstück in meinem Kleiderschrank.

Beim Nähen haben sich mir jedoch einzelne kleine und größere Stolpersteine in den weg gelegt, was mich dazu motiviert hat, diesen Blogpost zu schreiben.

Ich gebe Euch in diesem Beitrag wertvolle Tipps an die Hand, wie Ihr  eine Honeycombjacket nähen könnt, und zwar ganz ohne zu stolpern.

FREEBOOK GEOJACKET

Bei diesem Schnittmuster handelt es sich um unser freebook “Geojacket”, welches Ihr hier in unserem Shop zum kostenlosen Download findet.

In diesem freebook enthalten ist der Schnitt, die Nähanleitung sowie die Tutorials zur Verlängerung und Vergrößerung der Geojacket und für aufgesetzte Taschen.

Geojacket ist als onesize Schnitt, passend für die Größen 36 – 42/44, konzipiert. Deshalb haben wir ein Tutorial verfasst, wie Ihr die Geojacket auf Eure Größe anpassen könnt.

Bitte beachtet, dass eine Verlängerung der Geojacket mit den Honeycomb Knit Panels nicht möglich ist.

BEVOR ES LOSGEHT

Ich habe diesen Blogpost aufgeteilt in die Bereiche “Zuschnitt”, “Vorbereitung” und “Nähen”. Am Ende des Beitrags wartet dann noch eine kleine Zugabe auf Euch.

Aber halt!

Da Honeycomb Knit so ein besonderes Stöffchen ist, empfehlen wir, den Blogpost ein Mal komplett durchzulesen, bevor Ihr loslegt.

Die liebe Ina von pattydoo hat außerdem einen Blogpost zur allgemeinen Verarbeitung von Honeycomb Knit verfasst. Also, falls Ihr noch ultimative Profi-Tipps möchtet…! 🙂

Solltet Ihr die Geojacket noch nicht kennen, solltet Ihr eine Probejacke nähen, bevor Ihr sie aus Honeycomb Knit näht. So könnt Ihr mit dem Schnittmuster vertraut werden und vor allem die Passform für Euch überprüfen.

ZUSCHNITT

Wer die Geojacket schon genäht hat, weiß: Sie ist ein schnelles Projekt.

Wenn Ihr sie aus Honeycomb Knit näht, solltet Ihr Euch unbedingt etwas mehr Zeit nehmen, auch schon beim Zuschnitt.

Die Bündchen sind bei Honeycomb Knit bereits angestrickt, so dass die Jacke nicht gesäumt werden muss. Somit muss an allen Schnittteilen keine Saumzugabe hinzugefügt werden, sondern Ihr legt die Schnitteile einfach bündig zur Bündchenkante auf. Wie dies genau aussieht, dass könnt Ihr hier im Blogbeitrag von Ina nachlesen.

Den Knips am Ärmel setzt Ihr bitte nicht, sondern markiert Euch diese Stelle mit einer Stecknadel.

Erster Stolperstein

Bitte schneidet das Vorderteil nicht im Stoffbruch, sondern einzeln zu!

Warum?

Normalerweise gebt Ihr an den langen Kanten der Vorderteile (vordere Mitte) an beiden Seiten je 3 cm Nahtzugabe zu, die Ihr dann einfach säumt. Nicht bei Honeycomb Knit! Hier schneiden wir die langen Kanten mit nur 1 cm Nahtzugabe zu und nähen einen breiten Cuff als “Blende” an. Dazu später mehr.

Um eine schöne “Kante” an den Vorderteilen zu erhalten, ist es wichtig, dass diese exakt entlang einer Linie im Strickstoff geschnitten werden. Ich habe mich an einer grauen Linie orientiert.

Bitte denkt unbedingt daran, zwei gegengleiche Vorderteile zuzuschneiden!

Beim Zuschnitt des Rückenteils gilt es zu beachten, dass die obere Kante, an die später die Vorderteile angenäht werden, ebenfalls exakt entlang einer Linie im Strickstoff zugeschnitten wird.

VORBEREITUNG

Ich empfehle Euch, deie Honeycombknitjacket grundsätzlich mit der Nähmaschine zu nähen.

Damit die Schnittteile nicht “ausfransen”, versäubert Ihr zunächst alle Teile mit einem schmalen Overlockstich. Wenn Ihr keine Overlock habt, nutzt einen Zickzackstich an Eurer Nähmaschine.

Ausnahme:

Die obere, schräg zulaufende Kante der Vorderteile sowie die obere Kante des Rückenteils versäubert Ihr bitte NICHT!

Zieht dann bitte alle überstehenden Overlockraupen ordentlich ein.

Es gibt mehrere Möglichkeiten, Overlockraupen zu vernähen. Ich ziehe sie mit einer stumpfen Stopfnadel in den Stich zurück und schneide ab, was übersteht.

So wie auf diesen Bildern:

Um die Ärmelansatznähte zu stabilisieren, empfiehlt es sich, an die obere Kante des Ärmels Formband zu bügeln, und zwar auf die linke Stoffseite.

  1. Das Formband ist 12 mm breit und bei 4/8 mm Kantenabstand mit einem Kettstich durchgesteppt. Das Bändchen wird so aufgebügelt, dass die 8 mm zur Stoffkante kommen und knapp hinter dem Kettstich genäht wird.
  2. Langsam mit Druck trocken aufbügeln, ca. 8 Sek. pro Stelle.

(Quelle: vlieseline.com)

Falls Ihr Formband verwenden möchtet, müsst Ihr die Ärmelansatzkante am Ärmel nicht zuvor mit der Overlock versäubern.

Auch zur Verwendung von Formband hat Ina in ihrem Blogbeitrag sehr anschauliche Fotos gemacht.

Letzte und wichtigste Vorbereitung!

Bitte testet anhand eines Reststücks (gerne eines mit Bündchen dran) die Einstellungen Eurer Overlock- und Nähmaschine. Das sind hauptsächlich Fußdruck und Differenzialtransport (an der Ovi).

Ich habe an meiner Overlockmaschine den Differenzialtransport etwas verringert. An meiner Nähmaschine habe ich nichts verändert.

Ich habe mit einer Stichlänge von 2,5 und einer 80er Jersey Nadel genäht.

Ich habe graues Marken- Näh- und Overlockgarn von Mettler verwendet.

NÄHEN

Endlich, wir nähen!

Warum nähen wir die Geojacket eigentlich mit der Nähmaschine?

Das Besondere an Honeycomb Knit ist ja, dass das Bündchen bereits angestrickt ist, weshalb das Säumen entfällt.

Damit das Ganze aber schön aussieht, müssen beim Zusammennähen der einzelnen Teile die Saumbündchen exakt aufeinandertreffen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass dies mit der Nähmaschine wesentlich besser gelingt. Auch könnt Ihr mit der Nähmaschine langsamer und damit exakter nähen.

Außerdem verschieben sich die Schnittteile unter der Nähmaschine nicht so leicht wie unter der Ovi.

Wie das ganz genau aussieht, dazu später mehr.

Zunächst wird die “Blende”, also der Cuff, an die lange Kante des Vorderteils (Vordere Mitte) genäht.

Betrachtet bitte kurz den Cuff: Er besteht aus dem eigentlichen Bündchen und einer gut 1 cm breiten Nahtzugabe. Beide Teile sind durch eine optische Linie voneinander getrennt. Auf dieser Linie, nennen wir sie die Nahtlinie, wird der Cuff angenäht. An den beiden kurzen Kanten hat der Cuff jeweils einen schönen Abschluss. Diesen legt Ihr jeweils an die Saumkante der Vorderteile.

Fangt zunächst mit EINEM Vorderteil an.

Dazu legt Ihr den Cuff rechts auf rechts auf die lange Kante (Vordere Mitte) des Vorderteils. Achtet darauf, dass Cuff und Saumbündchen auf einer Linie sind:

Dann steckt Ihr den Cuff an die vordere Mitte. Achtet hierbei darauf, dass die Nahtlinie des Cuffs mit einer grauen Linie des Stricks (oder Falls Ihr Honeycomb Knit in einer anderen Farbe vernäht, eben entsprechend an einer anders farbigen Linie) aufeinandertrifft, so wie in diesem Bild dargestellt:

Wichtig! Cuff und Vorderteil liegen nicht Kante an Kante, sondern die relativ breite Nahtzugabe des Cuffs steht ein bisschen über.

Denn: Damit könnt Ihr im nächsten Schritt ganz wunderbar die Nahtzugabe “covern”, also bedecken, und die Geojacket sieht auch von innen top sauber verarbeitet aus! Dazu aber später mehr.

Steckt also den Cuff an das Vorderteil. Ich habe die Nadeln dazu parallel zur Kante gesetzt, und ich weiß, dass das nicht die Lehrbuch- Variante ist.

Aber! Auf diese Weise könnt Ihr immer wieder überprüfen, ob die Nahtlinie des Cuffs wirklich auf einer Linie mit dem Strick liegt.

Glaubt mir, das ist wirklich wichtig. Ich habe bei meinem ersten Versuch nicht darauf geachtet und ein halbes Panel versaut! 🙁

Es ist praktischer, wenn Ihr den 1,80 m langen Cuff auf die Länge des Vorderteils kürzt, bevor Ihr ihn annäht. Befolgt dazu aber unbedingt den nächsten Tipp!

Zweiter Stolperstein

DON'T!

Bitte schneide den Cuff IN GAR KEINEM FALL ,wie auf dem letzten Bild gezeigt, parallel zur oberen Kante des Vorderteils ab. Sonst fehlt Dir nämlich ein erhebliches Stück am Vorderteil, und Du kannst es nicht mehr gebrauchen!

DO!

Lass den Cuff etwas überstehen und schneide ihn, wie auf diesem Bild gezeigt, ab.

Wenn Du den Cuff angenäht hast, klappe ihn um.

Nun ‘covern’, also bedecken wir die Nahtzugaben auf der linken Seite mit der überlappenden Nahtzugabe des Cuffs.

Da die Nahtzugabe des Cuffs an der unteren Saumkante etwas “heraussteht”, klappen wir sie auf die linke Seite um und stecken sie fest.

Das seht Ihr auf diesem Foto:

Die Nahtzugabe des Cuffs steckt Ihr entlang der vorderen Mitte des Vorderteils fest.

Steppt sie dann ca. 1 cm von der Blendenansatznaht entfernt ab, und zwar auf der rechten Seite des Stoffs, und orientiert Euch dabei wieder an einer (grauen) Linie im Strick.

So sieht das Ganze dann von der rechten Seite aus:

…und so von der linken:

Schön oder?!

Weil ich es Euch nicht vorenthalten möchte….SO sieht es aus, wenn man den Cuff NICHT exakt auf einer Linie annäht:

NICHT schön, oder?!

Es geht weiter mit…

Dritter Stolperstein

Als nächstes müssen die Vorderteile rar an das Rückenteil genäht werden.

Normalerweise geht das ganz fix, man steckt die Teile zusammen und näht mit der Ovi über alle Lagen. Das ist auch der Stolperstein, denn bei meinem ersten Versuch mit Honeycomb Knit habe ich es genau so versucht.

Was soll ich sagen? Tut es bitte nicht. Bei Honeycomb Knit müssen wir etwas sorgfältiger sein.

Steckt nun die Vorderteile wie in der Nähanleitung angegeben rar auf das Rückenteil:

Dann näht Ihr die Teile zusammen.

Ich habe die Vorderteile einzaln an das Rückenteil gesteckt und einzeln mit der Nähmaschine angenäht, damit sich an der hinteren Mitte, an der die Cuffs übereinander zu liegen kommen, nichts gegeneinander verschiebt.

Falls nötig, schneidet Ihr dann die Nahtzugaben auf eine saubere Linie zurück, so dass sie an allen Stellen noch max. 8 mm beträgt und wieder entlang einer Linie im Strick verläuft:

Die Vorderteile sind nun am Rückenteil, aber die Naht ist nicht versäubert.

Warum?

Da diese Naht beim Tragen mit am meisten beansprucht werden wird, muss sie, zumindest wenn wir Honeycomb Knit verwenden, irgendwie stabilisiert werden.

Das hätten wir mit Formband machen können, aber das sieht man hinterher. Das ist im Armausschmnitt nicht schlimm, den sieht man sowieso nicht, aber an der hinteren Schulternaht ist das nicht besonders schön.

Um zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen, covern wir die hintere Schulternaht, also die Naht, an der wir gerade die Vorderteile an das Rückenteil genäht haben, mit einem elastischen Schrägband.

Dazu falten wir das Schrägband an einer Seite auf und stecken es rar bündig an die hintere Schulternaht. Wichtig! Die Vorderteile müssen dabei direkt unter dem Schrägband liegen:

Nähe das Schrägband entlang der Falzlinie mit der Nähmaschine an.

Wenn Ihr Nähte schonmal auf diese Weise mit Schrägband gecovert habt, dann wisst Ihr, was eigentlich als nächstes kommt.

Nicht bei Honeycomb Knit!

Vierter Stolperstein

Ich habe es ausprobiert. Habe das Schrägband also im nächsten Schritt um die Nahtzugabe gelegt und festgesteppt.

Nur leider wird das nicht besonders schön. Gerade an der hinteren Mitte, wo die Cuffs übereinander zu liegen kommen, schafft man es kaum, die dicke Nahtzugabenwurst (ha ha, was für ein lustiges Wort), mit dem Schrägband zu bedecken.

Gottseidank ist mir dann noch eine andere Methode eingefallen, die man auch von Sweatjacken kennt:

Ihr legt das Schrägband nicht um die Nahtzugaben herum, sondern klappt sie nach “unten”, also in das Rückenteil hinein, und steckt es fest.

Auch hier habe ich die Stecknadeln wieder nicht lehrbuchmäßig gesetzt, da ich sie zusätzlich als eine Art “Markierungshilfe” nutze, um auf einer Linie im Strick zu bleiben.

Dann näht Ihr das Schrägband an der unteren Kante auf das Rückenteil. Wie gesagt, schaut, dass Ihr auch hier wieder auf einer Linie des Stricks näht, denn dann werdet Ihr später diese Naht am Rückenteil von außen gar nicht sehen.

So sieht das Ganze dann aus:

So, jetzt habt Ihr es fast geschafft und es kommen eigentlich keine Stolpersteine mehr.

Der Ärmel wird nun eingesetzt. Dazu geht Ihr bitte wie in der Anleitung beschrieben vor.

Schließt dann die Seitennähte, aber NICHT in einem Zug, sondern:

Fangt beim Ärmelbündchen an und näht bis ca. 5 cm “unter die Achsel” 😉 Verriegelt die Naht hier. Dann näht Ihr vom Saumbündchen an bis zu dieser Naht:

Warum machen wir das so?

Die angestrickten Bündchen an den Vorderteilen, dem Rückenteil und der Ärmel sollten beim Zusammennähen so exakt wie möglich aufeinandertreffen. Nur so erhaltet Ihr ein schönes Ergebnis.

Damit sich nichts gegeneinander verschiebt, gehe ich übrigens wie folgt vor:

Ich beginne die Naht nicht direkt an der Bündchenkante, denn dann hat der Transporteuer häufig ein wenig Probleme. Ich beginne ungefähr in der Mitte des Bündchens zu nähen, nähe ein paar Stiche vorwärts und dann ganz zurück bis zur Kante der Saumbündchen, und dann wieder ganz normal vorwärts weiter.

Die Stichlänge habe ich auf 3 erhöht, das erleichtert (zumindest an meiner Maschine) den Transport.

Zum Schluss noch etwas Finetuning: klappt die Nahtzugaben an den Saumbündchen auseinander und näht sie von der rechten Seite am Saumbündchen, ein paar Millimeter von der Naht entfernt, fest:

Tja, und “leider” waren jetzt schon meine Seitennähte geshlossen, dabei wollte ich unbdingt eines der coolen Labels von Prülla und Ännisews einnähen.

Kurz überlegt – und das Etikett an die vordere Blende genäht. Gefällt mir noch besser!

ANGEZOGEN

ZUGABE

Ich freue mich, wenn Euch der Blogpost gefällt und Ihr mir einen Kommentar da lasst.

Habt Ihr richtig Bock auf eine Honeycombjacket bekommen?

Dann haben wir nun eine kleine Überraschung für Euch!

DIY KIT HONEYCOMBJACKET

Wir haben coole DIY Kits für Eure Honeycombjacket geschnürt!

Sie sind stark limitiert, von jeder Farbe gibt es (nicht mal!) eine Hand voll im Shop!

Ein DIY Kit enthält:

  • Ein 80er Panel Honeycomb Knit
  • Ein 60er Panel Honeycomb Knit
  • Einen breiten Cuff
  • 1 m elastisches Schrägband
  • Passendes Garn

UND! JETZT KOMMT’S!!!

Jedes DIY Kit enthält eines der mega tollen Etiketten aus der Serie #mehrEtikette von Prülla und Ännisews!*

Hier geht’s direkt zu den DIY Kits.

 

 

* Ihr erhaltet ein Webetikett nach dem Zufallsprinzip, d.h. wir suchen es für Euch aus! 🙂

So, und nun wünsche ich Euch VIEL Spaß und gutes Gelingen beim Nachnähen!

Zeigt uns doch mal Eure Werke in den sozialen Netzwerken, markiert @clarasstoffe und setzt den Hashtag #honeycombjacket !

Bleibt gesund!

 

Eure

Clara

Dieser Beitrag enthält Werbung (unbezahlt), da Markennennung, -verlinkung und Ortsangabe. Alle Bilder und Texte sind Eigentum von clarasstoffe und dürfen nicht ohne unsere Erlaubnis verwendet werden. Wir übernehmen keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für eventuelle Fehler in Anleitungen und  Tutorials übernehmen wir keine Haftung.

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.